 - Foto: Andreas Schmid
Wenn man die Gin durchtränkte Honky Tonk Woman statt in Memphis/Tennessee zur Abwechslung "drüben in Hochdorf, echt wahr!" trifft; wenn aus Carpet Crawlers "Teppichkrabbler" werden, die den Boden vom ockerroten Korridor bedecken; wenn kein Prinz und auch kein Kanzler "den Spagat zu Armut und des Volkes Zorn" kennt, derweil die Prinzessin "oben auf dem Wachtturm" steht, dann kann das nur eines bedeuten: Jo Jung war am Werk.
Das schöne Spiel mit der Sprache ist die Natur vieler Taten des studierten Romanisten und ausgebildeten Theaterschauspielers. Das Gesicht des vielseitigen Künstlers ist von unzähligen Engagements an renommierten Bühnen ebenso bekannt wie aus vielen Film- und Fernsehproduktionen: so machte er zum Beispiel in 'Eine Frau nach Maß' der pfundigen Marianne Sägebrecht als Postfilialleiter das Leben schwer; in 'Wer hat Angst vorm Weihnachtsmann?', dem mehrfach prämierten Regie-Debüt der Grimmepreisträgerin Annette Ernst, mimte er den titelgebenden Rauschebart; als 'Alfred Adabei' nahm er in der ARD-Serie 'Das war einmal' die Zuschauer 26 Mal und gerne wiederholt mit auf Zeitreise. Vielen dürfte der Mann mit der markanten Stimme außerdem als Sprecher und Erzähler vertraut sein: aus dem Radio (z. B. 'Songbook', SWR1 Rheinland-Pfalz), aus TV-Produktionen der Sender Arte, SWR und ZDF oder aus Hörbüchern.
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"Es gibt Menschen die singen, weil es ihnen Spaß macht. Und dann gibt es welche die singen, um zu überleben. Ich möchte mich in die zweite Kategorie einordnen", sagt 'Poems'-Sänger Jörg Krauss über sich selbst. Seine musikalische Laufbahn startete er Ende der Siebzigerjahre bei diversen Rockgruppen in seiner Heimatstadt Esslingen. Später sang er drei Jahre bei Matter Of Taste - der Funkrockband um Fritz 'Toni' Haug und seine Schwester Kathrin Haug, die das Künststück schaffte, mit wechselnden, aber stets hochkarätigen Musikern gut zwanzig Jahre lang Fans in ganz Deutschland zu begeistern.
Ab Ende der Achtzigerjahre bis 2003 wurde dann vor allem das Kulturzentrum Dieselstrasse in Esslingen zu Krauss´ künstlerischer und kulturpolitischer Basis. Als Sänger trat er damals oft mit der Cocker Band auf. Als Organisator initiierte er lokale Aufführungen der Dreigroschenoper und der Rocky Horror Picture Show (in denen er auch als Eddie auftrat), außerdem Liederabende mit Kompositionen von Bert Brecht und Kurt Weill. Darüber hinaus machte sich Krauss mit dem Verein 'Esslinger Musik Initiative' – kurz: EMI – für die Belange regionaler Musiker stark. Während dieser Zeit lernte er auch Jo Jung kennen, mit dem er für das Projekt 'Kraussquartett' Songs und Lieder aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren neu bearbeitete. "Ohne zu singen kann ich mir mein Leben nicht vorstellen", sagt Rockröhre Krauss, dem das Projekt 'Poems On The Rocks' vor allem deshalb am Herzen liegt, "weil die Botschaften, die viele der alten Songtexte enthalten, auch heute noch top aktuell sind und ich es hier mit Menschen zu tun habe, die ich seit mehr als 20 Jahren kenne und schätze."
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Am liebsten lässt Christoph Berner seine Gitarre für sich sprechen: Ob Lead, Rhythmus oder Slide – das virtuose Spiel des Stuttgarter Musikers liefert nicht selten sogar hart gesottenen Rockexperten noch ganz neue Erkenntnisse darüber, was Gitarrenrock wirklich bedeutet.
Bevor er als Fünfzehnjähriger seine Liebe zur Gitarre entdeckte, hatte er sieben Jahre lang Geige gespielt. Kurz darauf gründete er Mitte der Siebzigerjahre mit den 'Burning Cadillacs' eine eigene Band. Von 1980 bis 1987 absolvierte er ein Musikstudium an der Jazzhochschule in Graz und spielte bei diversen Jazzbands in Österreich. 1988 kehrte er in seine Heimat zurück, wo er mit Edgar Müller, Helmut Kipp und anderen das 'Esslinger Jazzprojekt' gründete. Seit 1995 schaffen Berner, Müller und Kipp im Quartett mit Andy Kemmer auch als 'Classic Space Orchestra' immer wieder neue, packende Klangerlebnisse, indem sie Kompositionen aus Klassik, Jazz und Rock virtuos miteinander verbinden. In den vergangenen zwanzig Jahren hat Berner zahllose Konzerte mit Formationen der unterschiedlichsten Stilrichtungen absolviert. Zu diesen zählen zum Beispiel Rockbands wie Werner Dannemann und die Cocker Band oder die Southern-Rocker von Lizard und Doc Holliday. Seit vielen Jahren ist Christoph Berner außerdem als Komponist von Film- und Bühnenmusik sowie als Studiomusiker tätig.
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'Andy Kemmer und sein alter Ego – der Bass' ist eine Geschichte, die einst mit ein paar Legoplatten und Gummibändern anfing: aus eben diesen Utensilien bastelte sich der damals Achtjährige seinen ersten Viersaiter. Ab 1977 coverte er mit seiner Band Phoenix – und bereits einem richtigen Bass – Songs von den Beatles und Status Quo, bevor seine Musikerkarriere in den Achtzigern mit Defroster, Taft und Diva durchzustarten begann.
Von 1987 bis 1989 besuchte Kemmer die Jazzschule in St. Gallen, anschließend war er bis 1995 Mitglied bei der New-Age-Band Acoustic. Im geschichtsträchtigen November 1989 tourte er mit dieser durch Russland, später – auf Initiative des Goethe-Instituts – durch acht Länder Westafrikas. Seit 1999 tritt der Bassist mit Axel Nagel und Matthias Kehrle regelmäßig live als Tightrope auf. Das Trio, das sich nach eigener Aussage "dem Latin Blues mit Surf-Anklängen" verschrieben hat, bietet seine Kompositionen zum kostenlosen Download auf der Website an. Darüber hinaus spielt Andy Kemmer mit OP3 frei improvisierten Jazz sowie Groove-Jazz aus den Sechzigerjahren mit der Café Dannenmann Hausband.
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Der Pianist, Komponist und Arrangeur Edgar Müller erhielt seit seinem neunten Lebensjahr Unterricht am Klavier. An der Musikhochschule Stuttgart absolvierte er ein klassisches Klavierstudium, das er 1985 abschloss. 1989 gründete er gemeinsam mit Christoph Berner, Helmut Kipp und anderen das 'Esslinger Jazzprojekt'. Ebenfalls ab 1989 war er insgesamt neun Jahre lang an der Württembergischen Landesbühne (WLB) in Esslingen als Pianist und Korrepetitor sowie als musikalischer Leiter tätig. Anfang der Neunzigerjahre gehörte er als Ensemble-Mitglied außerdem dem Magischen Zirkel am Varieté-Theater in Stuttgart an.
1995 gründete er mit Gitarrist Berner, Schlagzeuger Kipp und Bassist Andy Kemmer das 'Classic Space Orchestra', das von Klassik über Jazz bis Rock unterschiedlichste Kompositionen zu immer wieder neuartigen Klangerlebnissen fusioniert. In der Saison 2002/03 kehrte er an die WLB Esslingen zurück, um die musikalische Leitung für das Musical Evita zu übernehmen. Gemeinsam mit der Sängerin Bianca Schneider sowie mit Bodo Schopf, Darrell McCullough, Alvin Mills und anderen Musikern tritt er seit 2002 auch regelmäßig mit der Formation Venus Blue auf, deren Repertoire von Rock und Pop über Soul bis Funk reicht.
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Es war das Jahr, in dem sich die Beatles trennten, als der damals 13 Jahre alte Helmut seine Passion für das Schlagzeug entdeckte. 1984 belegte er mit der Band Transfusion den dritten Platz beim Nachwuchsfestival des damaligen Hörfunksenders SDR3. Mit verschiedenen Jazz- und Rockformationen – zum Beispiel der Cocker Band, Werner Dannemann und Axel Köberlein – absolvierte er Konzerte und Tourneen in Bulgarien, England, Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn, Polen und der Schweiz.
Als Studiomusiker war Kipp an zahlreichen LP- und CD-Produktionen beteiligt; an der Württembergischen Landesbühne in Esslingen war er zudem als Theaterschlagzeuger tätig. Seit 1996 spielt er bei Lizard.
Auf zahllosen Tourneen – unter anderem mit der Atlanta Rythm Section, Doc Holliday, Golden Earring, den Kinks, der Little River Band, Molly Hatchet und Wishbone Ash – haben sich die Musiker um Leadsänger Georg Bayer den Ruf erarbeitet, eine der besten 'New Southern Rock'-Bands Europas zu sein. Auch in den Südstaaten der USA ist Lizard als 'Original' anerkannt. Regelmäßig gibt Kipp auch für die 'Spanish Latin Rock'-Band Agua Loca (früher: 'Fisherman´s Walkband') den Takt vor und tritt mit Gitte Müller & the Toneband sowie mit Diva auf. 2007 feierte Helmut Kipp sein 30-jähriges Jubiläum als professioneller Drummer.
Ob voll besetzte Indoor-Location, ob Open-Air bei Wind und Wetter: Als wahrer Zauberer am Mischpult sorgt Luigi dafür, dass 'Poems On The Rocks' überall gut klingen und vom Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde perfekt verstanden werden - zumindest akustisch.
Ab 1981 mischte er den Sound für regionale Bands wie Frame, Sinner, Taft, Matter Of Taste und Grachmusikoff. Seit 1987 ist er Tontechniker und technischer Leiter am Kulturzentrum Dieselstrasse in Esslingen. Für das Esslinger Burgfest, das die Dieselstrasse seit 1986 veranstaltet, verantwortet er ebenfalls die Technik; als Stagemanager war er dort unter anderem für Konstantin Wecker, Haindling, Wolfgang Ambros, Fury in the Slaughterhouse, Faithless und BAP tätig.

Ohne Manfred gäbe es 'Poems On The Rocks' vermutlich nicht: Wer verstehen wolle, was die großen Songwriter der sechziger und siebziger Jahre mit ihrer Musik ausdrücken wollten, müsse vor allem auf die Texte achten, war "Manne" überzeugt. Da der Zugang zu diesen Texten aber Englischkenntnisse voraussetzt, über die im deutschsprachigen Raum nicht jeder verfügt, entwickelte er die Idee zu einer Band, die bekannte Rockstücke nicht einfach nur präzise covert, sondern in einem ungewöhnlichem Mix aus englischen Originaltexten und deutschen Rezitationen völlig neu interpretiert.
Gemeinsam mit Jo Jung arbeitete er schließlich das Bandkonzept aus. Auf der Bühne begleitete Manne seine 'Poems' an der zweiten Gitarre; als unermüdlicher Macher und organisatorischer Allrounder hielt er den Musikern hinter den Kulissen den Rücken frei. Der gebürtige Stuttgarter zeichnete sich aber auch - und vor allem - in seinem Hauptberuf durch außergewöhnliches Engagement aus: Als Techniklehrer am Gewerblichen Schulzentrum in Göppingen war es ihm stets ein besonderes Anliegen, die Lebensperspektiven von Jugendlichen zu verbessern helfen, die von zu Hause aus keine entsprechende Unterstützung erfahren konnten. Im Mai 2007 starb Manfred Neuhäußer völlig unerwartet im Alter von nur 59 Jahren.
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